Aktuelles aus dem Herz-Jesu Krankenhaus.

Lassen Sie sich von Ihren Knien nicht in die Knie zwingen

Limbo tanzen, Tennis spielen, Ski alpin fahren, das sollte man vielleicht den jungen Gesunden überlassen, die noch keine Knieprobleme haben. Aber es gibt genug Möglichkeiten, sanften Sport zu betreiben, wenn die Arthrose im Kniegelenk bereits fortgeschritten ist. Dass das Knie immer wieder Probleme machen kann, zeigte die hohe Zahl der Besucher, die die 120 Stühle im Mutterhaus der Herz-Jesu-Schwestern in Anspruch nahmen.


Arthrose, die Hoffnung nahmen die Referenten, Dr. Friedrich Georg Scherf, Chefarzt, und Dr. Mathias Hellwig, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und orthopädische Chirurgie, den Zuhören, ist nicht heilbar. Denn das Knorpelgewbe ist nicht durchblutet, kann also nicht durch die Blutgefäße versorgt werden. Deshalb helfen auch keine Nahrungsergänzungsmittel oder sonstige Präparate, die zum Aufbau des Knorpelgelenkes beitragen könnten.

Generell gilt, je stärker das Knie belastet wird, desto höher ist der Knorpelverschleiß, sei es durch Fehlstellung, zu hohes Körpergewicht oder einseitige Belastungen. Linderung versprechen Bewegung, Schmerz- und Physiotherapie sowie Gewichtsreduzierung. Eine gesunde, zucker- und fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann unterstützen.

Oft kommt der Patient um eine Operation nicht herum, wenn die Schmerzen im Kniegelenk stärker und
damit die Beweglichkeit eingeschränkt werden. Hier zeigten die Chirurgen verschiedene Möglichkeiten auf von dem Knorpelersatzverfahren, das nur den Jüngeren vorbehalten ist, bis zur Gelenkversteifung als letzte Lösung.


Gebräuchlich ist - bei wenig geschädigtem Knorpel - die Gelenksäuberung meist per Arthroskopie. Ist die Schädigung bereits fortgeschritten und der Knorpel aussieht „wie ein Flokatiteppich“ bietet sich der Einbau von Teilprothesen (Schlittenpro-thesen) an. Voraussetzung, die Bänder müssen in Ordnung sein. Als weitere Möglichkeit bietet sich die achsgeführte Prothese an, die einzementiert wird. Vor jeder Operation bietet das Herz-Jesu-Krankenhaus eine Gelenksprechstunde an. Später wird die Beinachse des Patienten vermessen und während der Operation gerichtet. Die meist einstündige OP wird mit Hilfe eines Navigationsgerätes durch geführt, die eine exakte Positionierung der Prothese ermöglicht.
Insgesamt geht man von einer Haltbarkeitsdauer von zwanzig Jahren aus. „Die Prothesen können
ausgewechselt werden“, nahm Dr. Mathias Hellweg den fragenden Patienten die Furcht vor einer Operation.

„Wir werden den kleinsten Eingriff machen, der erforderlich ist, das erhalten, was gesund ist und so genau arbeiten, dass die Prothese so lange hält wie möglich“, war der Ärzte Fazit.

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