Komplikationen

Eine ernste Komplikation der Peritonealdialyse ist die Peritonitis (Bauchfellentzündung). Zwar hat ihre Häufigkeit dank technischer Verbesserungen der Dialysesysteme und vor allen Dingen seit Einführung der maschinellen nächtlichen Bauchfelldialyse (Cyclerbehandlung) deutlich abgenommen, dennoch ist sie ein Notfall. Wenn Symptome auftreten wie Bauchschmerzen, ein trübes Dialysat oder eine Abnahme der Dialyseleistung, dann müssen Sie umgehend Kontakt zum behandelnden Dialyseteam aufnehmen (es ist rund um die Uhr erreichbar!). Ist die Diagnose gesichert, erfolgt sofort eine Behandlung mit Antibiotika.

Häufig entsteht die Peritonitis dadurch, dass Hautkeime über den Katheter in die Bauchhöhle gelangen. Manchmal kann sie aber auch durch eine andere Erkrankung hervorgerufen werden – etwa durch eine Blinddarmentzündung oder eine Eierstockentzündung. In den allermeisten Fällen heilt eine Peritonitis unter fachgerechter Therapie rasch und folgenlos ab. Dank eines ganzen Bündels an Maßnahmen – von der intensiven Hygieneschulung bis hin zum regelmäßigen Beobachten der bakteriellen Körperflora – gelingt es uns, das Auftreten infektiöser Komplikationen selten zu machen. Regelmäßig überwachen wir unser Handeln im Peritonealdioalyseteam durch Qualitätskontrollen und passen unsere Therapie an die aktuelle Situation an.

Im Jahr 2015 haben wir rund 20 Patienten in unserem hauseigenen Bauchfelldialyseprogramm betreut. Dabei konnten wir eine vergleichsweise niedrige Peritonitisrate von 0,45 Ereignissen pro Jahr feststellen. Anders ausgedrückt: Im statistischen Mittel trat eine Bauchfellentzündung nur alle 27 Monate auf. 60 % unserer Patienten hatten überhaupt keine Peritonitisepisoden.

Kontakt

Pflegerische Leitung:
Anna Schulz

Terminvereinbarung zur Dialyse
Tel: 02501 - 17 2540/ 2541