Das physikalische Prinzip der Bauchfelldialyse

Stoffe, die in einer wässrigen Lösung vorliegen, wandern durch eine semipermeable (=halbdurchlässige) Membran vom Ort der höheren Konzentration zu dem der niedrigeren. Dies ist die physikalische Grundlage für die Vorgänge bei der Peritonealdialyse und wird als Diffusion bezeichnet. Giftstoffe im Blut (Harnstoff, Kreatinin, Salze, etc.), die natürlich auch in den kleinsten Blutgefäßen des Bauchfells vorliegen, fließen über das Bauchfell durch die sogenannte peritoneale Membran in die Dialysespüllösung, bis das Dialysat gesättigt ist. Dieser Vorgang dauert rund vier Stunden. Danach erfolgt der Dialysatwechsel und „frische“ (ungesättigte neue Spüllösung) wird eingefüllt.

Damit auch überschüssiges Körperwasser entfernt wird, das sich aufgrund der ausgefallenen Funktion der „natürlichen“ Niere im Körper angesammelt hat, bedarf es eines weiteren physikalischen Vorgangs: der Osmose.

Auch Wasser hat die Eigenart, durch eine halbdurchlässige Membran zu wandern, nämlich vom Ort der niedrigeren Teilchenkonzentration zu dem der höheren. Um eine höhere Teilchenkonzentration aufzubauen, werden dem Dialysat Zuckerstoffe zugefügt, so dass das Wasser zur „süßen“ Dialysatseite im Bauchraum fließt. Deshalb sind die benutzten Dialysespüllösungen meistens auch aus unterschiedlichen Zucker(= Glukose)-Lösungen zusammengesetzt (,27%, 2,36%, 3,85%). Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Dialyselösungen, die individuell eingesetzt werden können.

Kontakt

Pflegerische Leitung:
Anna Schulz

Terminvereinbarung zur Dialyse
Tel: 02501 - 17 2540/ 2541