Halsschlagader

Eine Operation an der Halsschlagader ist dann erforderlich, wenn diese sich verengt hat und deshalb das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. In der Regel liegt die Ursache für die Verengung in einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die häufig bei Rauchern, Zuckerkranken und bei Patienten mit hohem Blutdruck und erhöhten Blutfetten auftritt. Seltener sind es angeborene „Schlängelungen“ oder „Knickbildungen" der Halsschlagader, die bei bestimmten Kopfhaltungen zu einer Minderdurchblutung führen.

Die Einengung der Halsschlagader durch verkalkte Wandablagerungen oder Blutgerinnsel kann Blutgefäße im Gehirn verstopfen. Das führt dann zu einem Schlaganfall mit bleibender oder vorübergehender Lähmung der Beine und Arme sowie zu Sprachstörungen. Darüber hinaus können als Folge dieser Gefäßveränderungen auch Durchblutungsstörungen des Auges (mit nachfolgenden Sehstörungen und Abnahme der Sehkraft), Sprachstörungen, wiederholte Schwindelanfälle und eine Verminderung der Hirnleistung auftreten. Diese Beeinträchtigungen können wir heute bei rechtzeitiger Diagnose mit einer Operation verhindern.

Die Operation
Durch einen Hautschnitt am Hals legen wir zunächst die verengte Schlagader frei und schälen anschließend die Engstelle aus. Zurück bleibt eine Schlagader mit glatter Innenwand. Sie wird entweder mit einer fortlaufenden Naht oder – um sie noch zusätzlich zu erweitern – mit einem Kunststoffstreifen verschlossen. Ist die Halsschlagader hingegen geschlängelt oder geknickt, kann auch ihre Kürzung notwendig werden.
Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Wesentlich für den Erfolg ist eine rechtzeitige Operation. Wenn die Lähmungen erst wenige Stunden bestehen, gelten sie als Vorboten eines Schlaganfalls: Eine operative Therapie ist dann dringend notwendig. Bestehen die Lähmungen bereits seit Wochen oder Monaten, z.B. aufgrund eines Schlaganfalls, so bilden sie sich leider nicht zurück. Die Operation kann dann nur weitere Lähmungen verhüten.

Klinik Chirurgie I

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