Welche Techniken zum Einbringen des Katheters gibt es?

Grundsätzlich stehen uns zwei unterschiedliche chirurgische Techniken für die Implantation des Dialyse-Katheters zur Verfügung:

Die offene Technik
Bei dieser Methode implantieren wir den Katheter über einen kleinen Schnitt im mittleren Unterbauch. Dabei
durchtrennt man zunächst die Bauchwandschichten, eröffnet dann die Bauchhöhle und platziert den Katheter mit seinem Ende am tiefsten Punkt der Bauchhöhle. Abschließend wird  das andere Ende des Katheters an einer zuvor markierten Stelle der seitlichen Bauchwand ausgeleitet.

Prinzipielle Nachteile dieser OP-Technik
Wie bei allen Schnitt-Operationen besteht ein gewisses Risiko von Wundheilungsstörungen und aufgrund der Größe des Schnittes (ca. 5 bis10 cm, je nach Dicke der Bauchdecke) ein erhöhtes Risiko von später auftretenden Narbenbrüchen. Bei zu früher Nutzung des Katheters kann es auch zu so genannten „Leckagen" kommen. Dabei tritt Dialyse-Lösung entlang des Katheters in die Bauchdecke aus.

Die minimal-invasive Technik
Bei diesem Verfahren implantieren wir den Katheter bei einer Bauchspiegelung („Laparoskopie“). Dafür benötigen wir nur zwei bis drei etwa 0,5 bis 1 cm große Einschnitte in die Bauchdecke. Durch sie führen wir Hülsen („Trokare“) in die Bauchdecke ein, über die wir eine kleine Kamera und die Operations-Instrumente in der Bauchhöhle platzieren. Zunächst spiegeln wir die ganze Bauchhöhle, um etwaige Verwachsungen oder andere krankhafte Befunde festzustellen und gegebenenfalls zu beseitigen. Anschließend wird durch einen der Trokare der Katheter eingebracht, unter Sicht am tiefsten Punkt platziert und dann an der zuvor markierten Stelle ausgeleitet.

Prinzipielle Vorteile dieser OP-Technik
Aufgrund der winzigen Schnitte sind Wundheilungsstörungen und spätere Narbenbrüche sehr selten. Allerdings kann es auch bei diesem Verfahren zu „Leckagen“ kommen, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer als bei der offenen Technik. In der Regel können die Katheter außerdem schneller benutzt werden.

Prinzipielle Nachteile dieser OP-Technik
Dieser Eingriff ist nur in Vollnarkose möglich. Es kann für 1 bis 2 Tage zu Muskelkater-ähnlichen Beschwerden in den Schultern kommen.

Welche Operationstechnik ist vorteilhafter?
Wissenschaftliche Untersuchungen und eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass die minimal-invasive Technik eine Reihe von Vorteilen aufweist:

  • Die Komplikationsrate ist geringer
  • Die Bauchfelldialyse kann über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden
  • Weitere operative Maßnahmen – wie die Beseitigung von Verwachsungen – können gleichzeitig mit der Implantierung des Katheters durchgeführt werden
  • Geringere Schmerzen nach der Operation
  • Schnellere Erholung
  • Kaum sichtbare Narben

Ob in Ihrem Fall dieses Operations-Verfahren möglich und empfehlenswert ist, werden wir mit Ihnen ausführlich besprechen.

Klinik Chirurgie I

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