Die Zahl der Menschen, die an Magenkrebs erkranken, ist in den vergangenen Jahren in Europa angestiegen. Ursache der Erkrankung kann eine genetische Veranlagung sein. Aber auch häufig auftretende Magengeschwüre begünstigen die Gefahr einer Tumorentstehung.

Magenkrebs verursacht anfangs keine Schmerzen; Beschwerden treten erst im Spätstadium auf. Zuvor kommt es jedoch zu Gewichtsverlust, Druckgefühl im Oberbauch, Blutarmut und häufig auch zu einer plötzlichen Abneigung gegen Fleisch. Diese Beschwerden können aber auch durch harmlose Erkrankungen verursacht werden. Daher sollte man bei länger andauernden – auch leichten – Magenbeschwerden eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchführen lassen, wodurch eine Krebserkrankung im Idealfall ausgeschlossen oder aber doch frühzeitig entdeckt werden kann.

Wie wird Magenkrebs behandelt?
Steht die Diagnose fest, wird der Tumor operativ entfernt. Dabei wird immer ein Teil des Magens (Magenresektion) mit entfernt. Anschließend bildet man eine neue Verbindung zwischen Restmagen und Dünndarm. Hat der Tumor eine gewisse Größe erreicht oder liegt er in der Mitte des Magens, so muss der ganze Magen entnommen werden (Gastrektomie). Dies ist erforderlich, um auch die nicht sichtbaren, mikroskopisch kleinen Ausläufer des Krebses sicher mit zu entfernen. Nach der Gastrektomie stellen wir eine neue Verbindung zwischen Speiseröhre und Dünndarm her.

Bei der Operation entfernen wir auch die Lymphknoten, die um den Magen gelegen sind. In Lymphknoten können sich die vom Magen abtransportierten Krebszellen festsetzen. In manchen Fällen muss aus Sicherheitsgründen auch die Milz entfernt werden.

Was muss man nach der Operation beachten?
Selbst ohne Magen und ohne Milz können Sie Ihr Leben annähernd normal weiterführen. Allerdings müssen Sie Ihre Ernährung etwas umstellen und über den Tag verteilt mindestens 5 bis 6 kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, da ja nun der Magen, also das „Auffangdepot“, deutlich verkleinert bzw. nicht mehr vorhanden ist. Die Transportfunktion des Verdauungstraktes bleibt jedoch erhalten, so dass der Speisebrei problemlos weitergeleitet wird. Betroffene müssen jedoch nach der Operation ein Leben lang Medikamente einnehmen, da zum Beispiel Vitamine ohne Magen nicht mehr aus der Nahrung aufgenommen werden können.

Manchmal schließt sich an die Operation eine Chemotherapie an. Dies ist dann der Fall, wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium war und die Mediziner im Körper noch verteilte Krebszellen vermuten.

Ist Magenkrebs heilbar?
Diese Frage kann man eindeutig mit „Ja" beantworten. Dafür ist aber die frühzeitige Erkennung des Krebses (durch eine Magenspiegelung) erforderlich, so dass der Tumor eine gewisse Größe unterschreitet.

Klinik Chirurgie I

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