Schilddrüse

Die Schilddrüse besteht aus einem rechten und einem linken Lappen und liegt unterhalb des Kehlkopfes an der Luftröhre. Sie produziert wichtige Hormone, die vor allem den Energiestoffwechsel des Körpers beeinflussen. Eine Übersicht über Erkrankungen der Schilddrüse finden Sie hier.

Operationen an der Schilddrüse können bei einer Überfunktion der Schilddrüse oder bei einer Vergrößerung des Organs durch einen Kropf notwendig werden. Alle Eingriffe führen wir in Vollnarkose durch.

Zunächst legen wir das Organ über einen feinen, quer verlaufenden Hautschnitt meist im unteren Halsdrittel frei. Manchmal genügt es, einzelne Kropfknoten auszuschneiden (Enukleation). Wenn dies nicht möglich ist, wird die Schilddrüse bis auf einen kleinen Geweberest entfernt. Gibt es in der Schilddrüse bösartige Veränderungen, müssen wir sie allerdings komplett entfernen.  

Durch dünne, in die Wundhöhle eingelegte Drainagen wird das austretende Wundsekret für 1 bis 2 Tage nach der Operation abgeleitet. Die Wunde wird durch eine feine, unsichtbar in der Haut verlaufende Naht verschlossen. Fäden müssen nicht gezogen werden, denn sie lösen sich vollständig auf. Um den Wundschmerz wirksam zu bekämpfen, erhalten die Patienten nach der Operation Schmerzmittel, die aber in der Regel bereits am 2. Tag nach dem Eingriff nicht mehr erforderlich sind. Bereits am Abend des Operationstages können sie wieder Nahrung zu sich nehmen. Die Nachbehandlung ist individuell und wird fachübergreifend abgestimmt. Deshalb erstellen wir den Behandlungsplan in enger Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten, vor allem Internisten und Nuklearmedizinern. Bei günstigem Heilverlauf verlassen die Patienten schon nach wenigen Tagen die Klinik wieder.

Die fehlende Schilddrüsenhormonproduktion im Körper wird durch die medikamentöse Verabreichung eines synthetischen Schilddrüsenhormons vollständig ausgeglichen. Allerdings sollten Betroffene die Medikamente täglich und dauerhaft einnehmen. Das bietet auch den besten Schutz vor einem erneuten Wachstum des Schilddrüsenrestes (Rezidivprophylaxe).

Klinik Chirurgie I

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