Eigenblutspende

Die Eigenblutspende ist bei planbaren Operationen mit einem hohen Blutungsrisiko (etwa ein Hüftgelenksersatz oder eine Operation an den großen Blutgefäßen) eine Möglichkeit, Blutübertragungen mit fremdem Blut zu vermeiden. Denn Fremdblut birgt das – wenngleich sehr geringe – Risiko, sich mit AIDS oder Leberentzündungsviren (Hepatitis) zu infizieren. Das Restinfektionsrisiko durch Fremdblutübertragung liegt für AIDS und Hepatitis B bei ca. 1:1 Million und bei Hepatitis C bei 1: 100.000 bis 1: 1 Million.

Es gibt zwei Voraussetzungen für die Eigenblutspende: Zum einen dürfen keine medizinischen Bedenken gegen sie sprechen (z.B. eine schwere Herz-Lungenerkrankung, eine chronische Blutarmut oder eine Erkrankung des blutbildenden Systems); zum anderen muss die Operation 4 bis 8 Wochen im Voraus geplant sein. Für Eingriffe, die sofort stattfinden müssen oder für die nur ein Zeitfenster von 3 Wochen besteht, kommt aus Zeitgründen eine Eigenblutspende nicht in Frage. Denn dem Körper kann in einer bestimmen Zeit immer nur eine beschränkte Menge Blut entnommen werden (500 ml pro Woche). Und wer sich für eine Eigenblutspende entscheidet, dem sollte so viel Blut entnommen werden, dass man für den Eingriff gänzlich auf Fremdblut verzichten kann.

Vor der ersten Blutentnahme müssen die Patienten ein bis zwei Wochen ein Eisenpräparat einnehmen, um die körpereigenen Blutbildung zu verbessern. Dann wird pro Woche 500 ml Eigenblut entnommen, das anschließend aufbereitet und konserviert wird. Maximal 6 Eigenblutkonserven werden angelegt, da die Blutkonserven nur 48 Tage haltbar sind.

Ob Sie die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Eigenblutspende erfüllen, besprechen Sie bitte im Vorfeld mit Ihrem Hausarzt oder lassen dies in unserem Haus abklären. Auch ob für den jeweiligen operativen Eingriff eine Eigenblutspende sinnvoll und möglich ist, besprechen Sie mit ihren behandelnden Chirurgen.

Die Durchführung und Aufarbeitung der Eigenblutspende liegt in den Händen des Deutschen Roten Kreuzes NRW, Institut Münster, Sperlichstr. 15, 48151 Münster, Telefon: 0251/7090, durch. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen und Unterlagen.

Klinik Chirurgie II

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