Operative Therapie

Gelenkerhaltende Operation
Nach einer Säuberung des schmerzhaften Gelenks entfernen wir das entzündlich veränderte Kapselgewebe und tragen die knöchernen Aufbauten um das Gelenk herum ab. Dadurch stellen wir die Beweglichkeit des Gelenks wieder her.

Um das Fortschreiten der Arthrose und das Wiederauftreten der Beschwerden aufzuhalten, verkürzen wir in einem zweiten Schritt den Mittelfußknochen. Dadurch verringert sich der Innendruck im Gelenk der Großzehe, was zu einer dauerhaften Schmerzfreiheit führt. Bei diesem Operationsschritt entnehmen wir aus dem 1. Mittelfußknochen eine zirka 2 bis 3 mm dünne Knochenscheibe. Anschließend wird der Knochen mit einer kleinen Titan-Platte und mit Schrauben stabilisiert und wächst wie bei einem Knochenbruch wieder zusammen.
Ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten, sind gelenkerhaltende Operationsmethoden manchmal leider nicht mehr möglich. Für diese Fälle stehen jedoch alternative Verfahren zur Schmerzlinderung zur Verfügung.

Versteifungsoperation
Bei diesem Eingriff tragen wir ein wenig von den Flächen des Großzehgrundgelenks ab und verbinden die beiden Knochen über eine Titan-Platte. Auf diese Weise wachsen Zehen und Mittelfußknochen zusammen, so dass es nicht mehr zu der schmerzhaften Reibung der beiden Knochen kommt. Die Abrollbewegung des Fußes wird später durch eine in die Schuhsohle eingearbeitete Abrollhilfe unterstützt.

Kunstgelenk
Auch für das Grundgelenk der Großzehe stehen heute schon Kunstgelenke zur Verfügung. Allerdings sind die Langzeitergebnisse der aktuell verfügbaren Produkte noch nicht vergleichbar mit denen der Hüft- und Knieendoprothesen, so dass dieses Verfahren nur mit Einschränkungen zu empfehlen ist.

Teilentfernung des Gelenkes (Resektionsarthroplastik)
Bei diesem Verfahren wird der gelenkbildende Teil des Großzehenknochens bis auf eine Länge von ca. 1 Zentimeter entfernt und so ein bindegewebiges Pseudogelenk gebildet. Dieses Verfahren ist für ältere Patienten gut geeignet, da der operierte Fuß nur eine relativ kurze Heilungszeit benötigt. Allerdings ist er anschließend in seiner Belastbarkeit eingeschränkt. Deshalb wird dieser Eingriff für jüngere Menschen nicht empfohlen.

Nachbehandlung
Bei allen Operationsverfahren können wir die Patienten dank eines speziellen Schuhs, der den Vorfuß entlastet, direkt nach dem Eingriff wieder mobilisieren. Diesen Schuh tragen die Patienten nach der Operation rund 6 Wochen. Sind die knöchernen Strukturen vollständig verheilt, entfernen wir die eingebrachte Titan-Platte wieder. Dieser Eingriff kann in Regel ambulant erfolgen.

Klinik Chirurgie II

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