Diagnostik und Therapie

Diagnostik

Für die Diagnostik von Knorpelschäden ist heute die Magnetresonanztomografie (MRT) das Verfahren der Wahl. Diese modernen Untersuchungstechniken machen häufig Ausdehnung und Tiefe der Knorpelveränderungen gut sichtbar.

Therapie

Knorpelschäden sind je nach Schweregrade in vier Stadien eingeteilt, wobei die Stadien I und II in aller Regel konservativ behandeln werden. Zu den therapeutischen Empfehlungen gehören z.B. eine Gewichtsreduktion, die Anpassung von beruflichen oder sportlichen Belastungen an die Schmerzsituation und ergänzende physiotherapeutische Maßnahmen. Hinzu kommen in bestimmten Fällen Injektionen von Hyaluronsäure-Präparaten in das betroffene Gelenk oder auch eine Behandlung mit plättchenangereicherten Blutplasmakonzentraten.

Schmerzhafte Knorpelschäden im Stadium III und IV sollte man nach heutiger Lehrmeinung operativ behandeln. Mit den neuen knorpelregenerativen Verfahren ist es in einigen Fällen sogar möglich, den Knorpel selbst bei tiefgreifenden Schäden wieder aufzubauen. Und so funktioniert der Eingriff: Man entnimmt zunächst im Rahmen einer Gelenkspiegelung Knorpel aus einer nicht belasteten Stelle des Gelenks. Ein Labor löst dann aus diesem Material die Knorpelzellen heraus und vermehrt sie in einer Nährlösung. Ist die gewünschte Anzahl an Zellen erreicht, überträgt man sie auf eine dünne Matrix. Nach rund drei Wochen hat sich dann genügend Knorpelgrundsubstanz gebildet, um sie operativ in den Defekt einzubringen. So kann eine neue Oberfläche mit einem zumindest hyalinartigen Gelenkknorpel einwachsen.

Kleinere Defekte kann man auch dadurch sanieren, dass man zunächst die subchondrale Knochenlamelle anbohrt (Mikrofrakturierung, Pridie-Bohrung) und ein zellfreies Implantat auflegt. Dadurch können potente Stammzellen einsprossen und eine Knorpelneubildung bewirken (AMIC-Verfahren).

Liegt zusätzlich zu dem Knorpelschaden auch noch eine Gelenkinstabilität (etwa eine Kreuzbandverletzung) oder einer Achsfehlstellung des Gelenks (O-Bein, X-Bein) vor, muss man die regenerative Knorpeltherapie mit weiteren Maßnahmen (z.B. Kreuzbandersatzplastik, Beinachsenkorrektur) kombinieren. Daher ist eine individuelle Beratung in unserer Gelenksprechstunde (Anmeldungen unter Tel.-Nr. 02501/172401) unabdingbar.

Klinik Chirurgie II

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