Schrittmachertherapie: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wir haben Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schrittmacher- bzw. Defibrillator-Implantation zusammengestellt. Sollten Sie spezielle Fragen haben, geben Ihnen unsere Kardiologen gerne weitere Auskünfte.

Ist der Eingriff sehr gefährlich, weil das Herz betroffen ist?
Nein. Eine Schrittmacher- oder Defibrillator-Anlage ist heutzutage ein Routine-Eingriff. Die häufigsten Komplikationen sind Blutungen oder Infektionen. Auch die Funktion des Aggregats bzw. der Sonden kann gelegentlich eingeschränkt sein. Um gesundheitliche Risiken zu minimieren, implantieren wir alle Aggregate im hochsterilen OP gemeinsam mit unseren chirurgischen Kollegen.

Kann man mit dem Herzschrittmacher überhaupt noch sterben?
Ja. Die Aufgabe des Schrittmachers ist es, das Herz zu stimulieren, damit es die Organe ausreichend mit Blut versorgt. Wenn der natürliche Sterbeprozess eintritt (z.B. aufgrund einer Infektion, einer Tumorerkrankung etc.), kann der Herzschrittmacher trotz der Stimulation das Leben nicht erhalten. Außerdem können wir, sollte der Wunsch bestehen, jederzeit den Herzschrittmacher abstellen, so dass der Sterbevorgang nicht künstlich verzögert oder verlängert wird.

Wie lange hält die Batterie eines Schrittmachers oder Defibrillators?
Das hängt davon ab, welches Fabrikat implantiert wurde und wie intensiv das Aggregat arbeiten muss. Als Faustregel gilt: ungefähr 10 Jahre. Der dann fällige Austausch des Geräts ist im Rahmen einer kurzen Operation leicht und schnell möglich.

Darf ich nach dem Eingriff Sport treiben?
Ja. Nach einer Schonzeit von mindestens 6 Wochen sind fast alle Aktivitäten wieder möglich. Es gibt allerdings auch Sportarten, die problematisch sein können – etwa einige Kampfsportarten, Schießen, Golf oder auch Kraulen. Deshalb klären wir im Vorfeld Ihre sportlichen Vorlieben genau ab. Denn wir haben bei dem Eingriff die Möglichkeit, das Aggregat an einer anderen als der vorgesehenen Stelle zu platzieren, so dass Sie dadurch Ihren Lieblingssport weiter ausüben können.

Kann man mit einem implantierten Schrittmacher bzw. Defibrillator eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) durchführen lassen?
Ja. Wir verwenden normalerweise immer nur solche Aggregat-Typen, mit denen alle aktuellen bildgebenden Verfahren, also auch eine CT- oder MRT-Untersuchung, möglich sind. Vor einer Kernspin-Untersuchung (MRT) ist jedoch immer eine Umprogrammierung des Aggregats erforderlich.

Wie sieht es mit dem Sicherheitscheck am Flughafen aus? Oder auch mit Diebstahlsicherungen: Kann man sie problemlos passieren?
Ja. Wichtig ist jedoch, Metalldetektoren und ähnliche elektromagnetische Felder zu meiden. Deshalb bekommen Sie bei Entlassung aus dem Krankenhaus einen entsprechenden Ausweis mit, den Sie bei Kontrollen immer vorzeigen sollten.
 
Kann man nach dem Eingriff alle elektrischen Geräte nutzen?
Ja und nein. Die meisten Haushalts- und Elektrogeräte können Sie ohne Einschränkungen nutzen. Doch es gibt einige Ausnahmen und einiges zu beachten. Daher erhält bei uns jeder Patient eine Broschüre, die sehr ausführlich über den Umgang mit dem Schrittmacher bzw. Defibrillator informiert und was dabei zu berücksichtigen ist – etwa am Arbeitsplatz, im Urlaub, beim Sport oder im Haushalt.

Merke ich die elektrischen Impulse des Herzschrittmachers?
Nein. Die sehr schwachen elektrischen Impulse wirken – bei richtiger Implantation – nur auf das Herz und werden nicht wahrgenommen.
 

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