Therapie

Viele Herzrhythmusprobleme können wir medikamentös behandeln. Einige Patienten mit lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen benötigen jedoch zur Normalisierung ihres Taktgebers einen Herzschrittmacher, wieder andere einen Defibrillator. Bei besonderen Fragestellungen ist auch gelegentlich eine elektrophysiologische Untersuchung notwendig. Sie eignet sich nicht nur zu diagnostischen, sondern auch zu therapeutischen Zwecken; denn einige Herzrhythmusstörungen können bei der Untersuchung direkt behandelt und manchmal sogar komplett behoben werden (so genannte Ablation).

Schrittmacher werden dann eingesetzt, wenn der Herzschlag zu langsam ist (medizinisch: Bradykardie).
Defibrillatoren  erhalten Risikopatienten mit bestimmten gefährlichen Rhythmusstörungen, bei denen die Herzfrequenz viel zu hoch ist (medizinisch: Tachykardie). Die gefährlichste Form einer schnellen Rhythmusstörung ist das Kammerflimmern, das unbehandelt zum plötzlichen Herztod führt. Der Defibrillator kann das Kammerflimmern beenden, denn er gibt, sollte es auftreten, einen Elektroschock ab, wodurch sich der Herzrhythmus wieder normalisiert.

Bei der Implantation eines Schrittmachers oder eines Defibrillators (je nach Herzrhythmusstörung sind Ein- oder Zweikammer-Systeme möglich) arbeiten wir im OP Hand in Hand mit den Chirurgen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie unseres Hauses. Bei der kleinen Operation wird das Gerät auf Höhe des Schlüsselbeins unter die Haut eingesetzt. Dieser relativ unblutige Eingriff dauert rund eine Stunde und verläuft in der Regel komplikationslos. Damit der Schrittmacher gut in der Haut einwachsen kann, dürfen die Patienten rund sechs Wochen keine schweren Lasten tragen und den Arm nicht in die Höhe heben. Danach jedoch steht einem Leben ohne Einschränkungen nichts mehr im Wege.

Moderne Schrittmacher und Defibrillatoren sind hochleistungsfähig. Deshalb muss man das Aggregat, das aus Batterie und elektronischem Schaltkreis besteht, auch erst nach ungefähr zehn Jahren wieder ersetzen. In regelmäßigen, normalerweise halbjährlichen Abständen wird der Mini-Computer auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft. Auch eine Magnetresonanztomographie (Kernspinuntersuchung) ist mit den in unserem Haus eingesetzten Produkten problemlos möglich.

Kardiologie

Ärztliche Leitung:
Dr. Gabor Egervari

Sekretariat:
Elke Grosche
Marlies Beckmann

Tel: 02501-17 2586
Fax: 02501-17 2459

E-Mail an die Kardiologie


Privatsprechstunde
Terminvereinbarungen über das Sekretariat Tel: 02501-17 2586