Videounterstütze Parkinsontherapie

Die neurologische Abteilung des Herz-Jesu-Krankenhauses bietet als eine von 20 Kliniken in Deutschland die Möglichkeit zur ambulanten videounterstützten Parkinson-Behandlung an. Dieses Angebot richtet sich an Privatversicherte und Mitglieder der Angestelltenkrankenkassen, wie z.B. Barmer GEK, BKK etc., aber auch an Mitglieder der AOK Nordwest.

Nachdem der ambulant behandelnde Neurologe und der Patient die Möglichkeit einer ambulanten Videotherapie ins Auge gefasst haben, wird der Patient bei einem in der Parkinsontherapie sehr erfahrenen Krankenhausarzt vorgestellt. Diese Vorstellung erfolgt dabei über Videos, die in der Praxis des Neurologen oder zu Hause beim Patienten aufgenommen wurden. Danach werden den Patienten zu Hause kostenlos eine Videokamera mit Sprachmelder und ein Drucker installiert. So können nach Absprache mehrmals täglich Aufnahmen von der Beweglichkeit des Patienten gemacht werden.

Dank der regelmäßigen Aufnahmen kann der behandelnde Neurologe die Medikation sehr gut an die individuelle Situation anpassen. Die Behandlungsdauer liegt bei etwa 30 Tagen. Das Therapieangebot schließt eine ambulante Physiotherapie (alternativ Ergotherapie oder Logopädie) ein, die, wenn nötig, auch zu Hause erfolgen kann. Die Behandlung endet mit einer erneuten Vorstellung der Patienten beim niedergelassenen Neurologen oder beim Krankenhausneurologen, um den Erfolg der ambulanten Therapie einzuschätzen.

Um an der videobasierten Parkinson-Therapie teilnehmen zu können, müssen die Patienten unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

- Mitgliedschaft bei einer der teilnehmenden Krankenkassen
- Vorliegen einer Parkinsonkrankheit, die auf Medikamente anspricht
- Keine übermäßige Sturzgefährdung (weniger als drei Stürze pro Woche)
- Keine zusätzliche Demenzerkrankung
- Eine Einweisung zur stationären Behandlung vom Neurologen oder Hausarzt

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mvb-parkinson.de