Aktuelles aus dem Herz-Jesu Krankenhaus.

Was tun bei Herzschwäche?

Atemnot, Leistungsabfall, Müdigkeit oder plötzliche Gewichtszunahme? Ursache könnte ein geschwächtes Herz sein. Zu diesem Thema luden die Kardiologen des Herz-Jesu-Krankenhauses zu einem Patientenseminar im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung in den Vortragssaal des Mutterhauses der Missionsschwestern ein.

Dass das Herz besonders bei älteren Menschen ein Thema ist, zeigten die vielen interessierten Besucher, die zum 2. Herzseminar kamen. Dem Seminar voran stellte der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Dr. Wolfgang Clasen, seinen Dank an die ehrenamtlichen Beauftragten der Herzstiftung, Angelika und Klaus Krause, die sich unermüdlich für die Betroffenen einsetzen. „Die Stiftung wird von der Gesellschaft für
Kardiologie gebilligt“, unterstrich Clasen die Neutralität der Informationen und neuesten Forschungsergebnisse, die von dieser Gesellschaft ausgeht.

Es gibt viele Ursachen, die zu einer Herzschwäche führen können. Verantwortlich seien alle beteiligten Mechanismen, die für eine Pumpleistung verantwortlich sind, so Dr. Bernd-Christoph Werlemann, Oberarzt für Innere Medizin. Wie eine Verengung der Adern, der Herzklappenventile oder unregelmäßiger Pulsschlag, wobei der Bluthochdruck am häufigsten sei. Auch Herzmuskelerkrankungen, Herzrythmusstörungen oder Herzklappenfehler könnte eine der Ursachen sein.

Hoher Blutdruck tut nicht weh,...

...macht aber das Herz schwach. Wie merkt nun der Patient, wenn er etwas am Herzen haben könnte? Er zeigt bei den kleinsten Belastungen Schwächeanzeichen, Wasser sammelt sich in den Beinen oder an den Knöcheln an. Die Folge ist eine Gewichtszunahme. Kommt es schlimmer, stellen sich nächtliche Luftnotattacken ein oder bei einer akuten Herzschwäche Herzinfarkt.

Inzwischen gibt es eine genaue Vorgabe, wie hoch der Blutdruck sein darf. „Der Goldstandard liegt bei 135 zu 85 mm Hg“, sagte Oberarzt der Inneren Medizin, Dr. Martin Loyen, „unabhängig vom Alter.“ Erschreckend sei, dass nur zehn von 35 Millionen Hypertonikern vernünftig behandelt würden. Bluthochdruck sei neben Diabetes und Übergewicht eine der drei Volkskrankheiten. Hier bietet das Herz-Jesu-Krankenhaus als ein Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum der Deutschen Hochdruckliga eine weitaus umfangreichere Messmethode des Bluthochdrucks an als im privaten Rahmen üblich.

Herzschwäche und Nierenfunktion

Bluthochdruck kann zu Schlaganfall, Nierenversagen und zur Schaufensterkrankheit führen neben der schon erwähnten Herzschwäche. Therapeutisch kann eine Herzschwäche mit Medikamenten behandelt werden, bei fortgeschrittenem Verlauf werden Herzschrittmachersysteme notwendig und nicht zuletzt Dialyseverfahren. Denn oft hängen Herzschwäche und verminderte Nierenfunktion eng zusammen, wie der Leiter der Kardiologie, Dr. Gabor Egervari, eindrucksvoll an einigen Patientenbeispielen zeigte. Schließlich muss die Niere dem Körper die Menge an Wasser entziehen, die die Pumpleistung des geschwächten Her-zens nicht mehr zu erbringen vermag.

Was kann der Patient gegen drohende Herzschwäche tun?

Jeden Morgen wiegen, Puls und Bluthochdruck zu messen. Maßnahmen die helfen, frühzeitig eine
Herzschwäche zu erkennen, um sie dann erfolgreich behandeln zu können. Gleichzeitig sollte lediglich bis zu sechs Gramm Salz pro Tag konsumiert, die Trinkwassermenge gegebenenfalls reduziert, auf Rauchen verzichtet und möglichst keine oder wenig Schmerz- und Rheumamittel eingenommen und weitgehend auf Alkohol verzichtet werden. Wenn sich der Patient moderat und ausdauernd bewegt, hat er die Chance, sein Leben um einiges zu verlängern.

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Teilnahme kostenlos
Anmeldung unter Tel. 02501-17-2406

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