Donnerstag, 08.09.2016

Benefizabend für neue Palliativstation

Unterhaltsam und heiter, auch das kann ein Benefizabend leisten, der über das schwierige Thema zwischen Leben und Tod informieren will. „Lebensqualität mit allen Sinnen“ war der Abend unter  der Moderation von Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Dr. Norbert Tiemann, im Kulturbahnhof überschrieben, der vor allem eines im Sinn hatte. Den Neubau einer Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses. Schöner, heller und familiärer soll er werden, der als zusätzliches Stockwerk an der Westfalenstraße aufgestockt werden soll. Wann mit dem Beginn des Neubaus zu rechnen ist, hängt allerdings von der Bereitstellung der finanziellen Mittel ab. „Einen gewissen Eigenanteil haben wir schon“, sagte Initiator Dr. Wolfgang Clasen, der bereits im Jahr 2007 die erste Palliativstation im HJK aufgebaut hatte. Den laufenden Betrieb wird das HJK selbst stemmen können, dennoch hofft es auf die Anschubfinanzierung von außen.

Ein tolles Team um Sr. Ulla Hannay sorgt sich derzeit um das Wohl der Patienten, die am Ende ihres Lebens stehen. „Wir sind fast in der ganzen Arbeitsschicht mit den Patienten zusammen“, sagte sie während des Interviews mit Dr. Norbert Tiemann und freut sich, dass auch junge Menschen in ihrem Team bereit sind, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Wer bin ich, was trägt mich im Leben, wo bleibt meine Würde sind zentrale Themen eines Menschen, die ihr Leben überblicken.

Es werde auch gelacht, nicht immer geht es auf der Palliativstation ernst zu. Es sei ein Geben und Nehmen, sagt das Betreuerteam unterschiedlicher Berufsgruppen mit spezieller Ausbildung. Ärzte. Pfleger,  Physiotherapeuten, Seelsorger, Musiktherapeuten, Onkopsychologen und Sozialarbeiter helfen, dem Patienten ein kompetentes und dennoch familiäres Umfeld zu geben. Denn nicht immer endet das Leben in einer Palliativstation. Hilfen bei der Weiterversorgung sei auch die Aufgabe der interdisziplinären Zusammenarbeit, wie auch Angehörige ins Boot zu holen. 


Der Neubau mit Möglichkeit, bei Frischluft und Sonne die Aussicht hoch über Hiltrup genießen zu können, wird zum Wohl des Patienten beitragen. Wann der Bauplan in die Praxis umgesetzt werden kann, hängt von dem zukünftigen Spendenaufkommen der Unterstützer ab. Ihren Beitrag leistete neben den knapp hundert Besuchern des Benefizabends auch das Smaragd-Quintett Münster, bekannt durch die Rathauskonzerte. „Tragen Sie den Gedanken Palliativ nach außen und helfen Sie, kleine Teile des großen Plans zu erwirklichen“, sagte Dr. Wolfgang Clasen zum Ende des Benefizabends.