Freitag, 25.11.2016

Herz unter Stress

Patientenseminar im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung 

Dass Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte das Herz unter Stress setzen können, 
erfuhren viele Interessierte und Betroffene während des Patientenseminars „Wie schütze ich 
mein Herz?“ Bestimmt konnte jeder Teilnehmer selbst etliche Maßnahmen nennen. Dennoch hat das ärztliche Wort noch ein anderes Gewicht, animiert möglicherweise endlich zur Änderung des Lebensttils, um sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Die Mittelmeerbewohner machen es uns vor. Dazu gehört  eine mediterrane Ernährung mit vielen ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen.

„Ein Müsli am Morgen ist ein guter Start in den Tag“, empfahl Dr. Gabor Egervari, Leiter der Kardiologie. So könne auch das „böse“ LDL gesenkt werden. Auch die Bewegung senke die Blutfettwerte, so der Leiter der Kardiologie.  Ein weiterer Faktor sei ein zu hoher Bluthochdruck. „Ein hoher Bluthochdruck tut nicht weh“, warnte Dr. Wolfgang Clasen, Chefarzt für Innere Medizin. Er sei gut behandelbar, wenn er rechtzeitig erkannt werde. Sind die Arterien bereits verkalkt, kann es oft zu spät werden. Interessant sei, dass ein Augenarzt erkennen kann, inwieweit die Arterien bereits angegriffen worden sind.


Durch anhaltenden Stress kann das Herz unter Druck geraten, der Körper gerät in Alarmbereit-
schaft. Die damit verbundenen erhöhten Werte können in unse-rer Zivilisationsgesellschaft nur durch einen gesunden Lebensstil minimiert werden. Auch hier lautet das Motto: gesunde Ernährung und Bewegung.

Das gilt ebenso für Diabetiker, die besonders gefährdet sind, am Herzen zu erkranken. Den Blutzuckerwert zu senken, ist hier oberstes Gebot. Dem Herz-Jesu-Krankenhaus stehen sehr gute Bildgebungsverfahren zur Verfügung. Mittels Herz-Ultraschall, Kardio-CT oder Herz-MRT lassen sich Herzschwächen gut erkennen. Seit eineinhalb Jahren ist das Herz-Jesu-Krankenhaus als Hochdruckzentrum zertifiziert worden. Es bietet auch eine spezielle Sprechstunde für Betroffene nach Absprache mit dem Hausarzt an.

Auch können Sie sich bei der Deutschen Herzstiftung kundig machen, die mit einem Informationsstand während des Patientenseminars vertreten war. Ein Tipp: Denken Sie daran, selbst den Puls zu messen. So können Sie Unregelmäßigkeiten des Herzschlags selbst nachspüren. 
 
Weiters Infos: www.herzstiftung.de