Dienstag, 06.09.2016

Neue Schmerzstation: Tag der offenen Tür

Die ersten Gäste schauten bereits vor 16 Uhr schon abwartend zögerlich durch die Tür unserer neuen Schmerzstation. Ob sie vielleicht schon mal einen Blick...? - Natürlich waren sie willkommen. Das Team stand längst bereit und begrüßte die Interesenten herzlich."Schmerzen", das war am Tag der offenen Tür das meist gesprochene Wort. Jeder Betroffene ergriff gleich die Gelegenheit, von sich zu berichten. Ein jeder wurde angehört, und das noch vor der eigentlichen offiziellen Begrüßung. Die Not von Menschen mit chronischen Schmerzen war spürbar.

Prof. Stephan Klaus, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, sprach klare Worte, als er bei seiner Begrüßung sagte, man könne selbst auf der Schmerzstation mit der Multimodalen Schmerztherapie keine Wunder wirken. Aber es gäbe berechtigte Hoffnung, dass sich durch den entsprechenden Umgang mit der Situation und flankierende Maßnahmen die Lebensqualität zu großen Teilen zurückgewinnen ließe.

Nachdem Chefneurologe Dr. Wolfgang Kusch die Wichtigkeit der Kooperation verschiedener medizinischer, psychologischer und therapeutischer Experten erläutert hatte, stellte Oberarzt Dr. Christoph Aufenberg, Oberarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Schmerzstation, seine Kollegin aus der Anästhesie in ebenfalls stationsleitender Funktion, Dr. Silke Amian-Lücke vor. Anschließend vermittelte er den Gästen einen Eindruck vom großen Pool der Fachkolleginnen und -kollegen aus der Medizin, der Psycho-, Ergo-, Physio- und Musiktherapie sowie den Pain Nurses - allesamt mit teils sehr spezifischen Schmerztherapie-Ausbildungen. Großer Dank galt den Kollegen, die vom ersten Umbauhandgriff bis zum letzten Logistik- und Einrichtungsdetail mit ihrer Arbeit zur Realisierung beigetragen haben.

Dann aber taten die Anwesenden das, wozu Geschäftsführer Berthold Mathias sie wiederum in seiner Begrüßung schon gleich zu Anfang aufgefordert hatte: "Schauen Sie sich alles an, informieren Sie sich, fragen Sie. Wir stehen für Gespräche bereit!"
Bei beschwingten leichten Jazz-Klängen von "Bossa Swing" schauten die Gäste in die eher behaglich als krankenhausmäßig anmutenden Zimmer mit modernen Bädern. Fast jeder Betroffene oder seine begleitenden Angehörigen ergriffen die Gelegenheit zum Austausch mit dem Team entweder über ihren Fall oder aber auch über die Therapiemodule. Auch kamen Besucher untereinander ins Gespräch und tauschten sich bei Erfrischungen und Snacks aus.

"Richtig arbeiten" mussten zu ihrer eigenen Verwunderung die Pain Nurses Maren Gottwald und Karina Schildger. Zahlreiche Besucher waren direkt mit ihrem Kalender gekommen, um gleich die Eingangsuntersuchung zu terminieren. Man stand förmlich Schlange. "Damit", sagte eine verblüffte, aber erfreute Maren Gottwald, die vom PC gar nicht weg kam, "hätte ich nicht gerechnet!"