Shunts

Ein gut funktionierender Zugang zu den Blutgefäßen (Shunt) ist für die Lebensqualität von Dialysepatienten ganz entscheidend. Unsere Chirurgen verfügen in diesem Bereich nicht nur über große Erfahrung. Sie legen auch besonders großen Wert auf eine optimale Vorbereitung; denn es ist wichtig, vor dem Eingriff die Gefäßsituation der Patienten und die damit verbundenen Shuntmöglichkeiten genau abzuklären. Ebenso wichtig sind regelmäßige postoperative Kontrollen, um späteren Komplikationen, wie Verengungen oder Verschlüssen, rechtzeitig vorzubeugen. Denn viele stationäre Aufenthalte von Dialysepatienten sind darauf zurückzuführen, dass der Dialysezugang nicht oder nicht mehr richtig funktioniert. Bei einer guten Vorbereitung auf den Eingriff und einer entsprechenden Nachsorge lassen sich jedoch viele Krankenhauseinweisungen vermeiden.

Eine Shunt-Operation erfolgt zumeist in Regionalanästhesie. Das heißt: Nur der nur betroffene Arm wird betäubt. Wenn eine Shunt-Anlage am Unterarm nicht möglich ist, dann können die Chirurgen in der Ellenbeuge oder am Oberarm einen Zugang eröffnen, in sehr seltenen Fällen auch am Oberschenkel oder am Schlüsselbein. Manchmal sind hingegen die Gefäßverhältnisse zu schlecht, um Vene und Arterie direkt aneinanderzunähen. Dann werden sie über einen Kunststoffschlauch miteinander verbunden.

Ist die Operation gut verlaufen, dauert es einige Wochen, bis man den Zugang für die Dialyse nutzen kann. Denn durch den Zusammenschluss der beiden Blutgefäße verändert sich die Vene: Sie wird größer, und die Gefäßwand verdickt sich. Dadurch lässt sich das Blutgefäß später sehr gut punktieren. In der Regel kann ein Dialyseshunt viele Jahre genutzt werden.

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