Montag, 09.02.2026

Ein Ort der Menschlichkeit und modernen Medizin

Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Palliativstation setzt das Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup neue Maßstäbe in der Versorgung unheilbar erkrankter Menschen. Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde die hochmoderne Einrichtung am 6. Februar 2026 im Beisein von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Repräsentanten der St. Franziskus-Stiftung Münster offiziell eingeweiht. Die Station stärkt die regionale Kliniklandschaft und bietet eine Versorgung, die moderne Medizin und Menschlichkeit vereint.

Nach der Einsegnung der Palliativstation mit (v. l.) Sr. Hannelore Huesmann (Kuratoriumsmitglied der St. Franziskus-Stiftung Münster), Sr. Josefia (Missionsschwester vom Hlst. Herzen Jesu), Fördervereinsvorsitzender Dr. Wolfgang Clasen, Ärztlicher Direktor Dr. Wolfgang Kusch, Ärztlicher Leiter der Palliativstation Dr. Jürgen Dirks, Pflegedirektor Magnus Engeln, Pflegerische Leitung der Palliativstation Elke Bertels-Janett, Dr. Stefan Strobelt, Karl-Josef Laumann, Sr. Diethilde Bövingloh (Provinzoberin der Mauritzer Franziskanerinnen), Dr. Nils Brüggemann, Daniel Mittelstaedt, Regionalgeschäftsführerin Annika Wolter.

„Palliativarbeit leistet Tag für Tag einen unverzichtbaren Beitrag, um schwerstkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Für dieses Engagement bin ich sehr dankbar. Umso mehr freue ich mich, dass mit der neuen Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses ein Ort geschaffen wurde, der menschliche, medizinische und pflegerische Begleitung vereint und schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen umfassende Unterstützung bietet“, betonte Minister Laumann.

Moderne Ausstattung für ganzheitliche Betreuung

Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster, unterstreicht: „Mit der neuen Palliativstation haben wir einen weiteren Meilenstein in der Weiterentwicklung des Herz-Jesu-Krankenhauses gesetzt. Die Franziskus Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, moderne und patientenorientierte Strukturen zu schaffen, die den besonders vulnerablen Menschen in der Region zugutekommen.“

Die neue Station bietet auf 600 Quadratmetern beste Voraussetzungen für die moderne Palliativmedizin. Zehn großzügige Einzelzimmer mit eigenem Bad ermöglichen es Angehörigen, bei den Patientinnen und Patienten zu übernachten. Neben einem Wohnzimmer, einer Loggia und einem Raum der Stille, der speziell für Gespräche mit Angehörigen und spirituelle Angebote gestaltet wurde, stehen weitere Räume für Therapie, Besprechungen und ärztliche Tätigkeiten zur Verfügung. Ein Tageslichtraum ergänzt die Ausstattung und schafft eine angenehme Atmosphäre, die das Wohlbefinden der Patienten fördert.

Die Loggia erfüllt den vielfach geäußerten Wunsch vieler Menschen, in ihren letzten Tagen „noch einmal die Sonne auf der Haut zu spüren oder den Wind zu fühlen“. Sie ermöglicht es, Patientinnen und Patienten mit ihrem Bett ins Freie zu bringen, um die  frische Luft und die Natur unmittelbar erleben zu können.

Die räumliche Abgrenzung von anderen Stationen und der separate Zugang über die Praxisklinik schaffen eine ruhige und fürsorgliche Umgebung. Die Gesamtinvestition für den Neubau betrug rund sechs Millionen Euro. Die Planung oblag dem Büro „krs architekten Koeppen Ross Schöttler Partnerschaft mbB“ aus Coesfeld.

Ganzheitliche Betreuung durch multiprofessionelles Team

„Den Tagen mehr Leben geben und nicht dem Leben mehr Tage – dieses Zitat von Cicely Saunders steht im Mittelpunkt unserer Arbeit“, erklärte Dr. Stefan Strobelt, Chefarzt der Klinik für Onkologie und Palliativmedizin. „Die neue Station ermöglicht uns, die ganzheitliche Betreuung unserer Patienten weiter zu verbessern. Neben der körperlichen Versorgung behalten wir auch die psychischen, sozialen und seelischen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen im Blick.“

Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Sozialarbeitern arbeitet eng zusammen, um den Patienten eine umfassende Betreuung zu bieten. Mit der Erweiterung von sechs auf zehn Betten können künftig über 200 Menschen jährlich versorgt werden.

Unterstützung durch Förderverein und Spender

Die Realisierung der neuen Palliativstation wäre ohne die großzügige Unterstützung des Fördervereins des Herz-Jesu-Krankenhauses sowie zahlreicher Spenderinnen und Spender nicht möglich gewesen. „Das Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir einen Ort schaffen konnten, der bestmöglich auf die besonderen Bedürfnisse der Patienten und Angehörigen ausgerichtet ist. Dafür danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen“, so Dr. Brüggemann.

Feierliche Eröffnung und Besichtigung

Mit einem festlichen Empfang und der anschließenden Einsegnung durch den Krankenhausseelsorger Daniel Mittelstaedt wurde die Palliativstation eröffnet. Die Gäste nutzten gern die Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen und sich einen Eindruck von der modernen Ausstattung und der besonderen Atmosphäre zu verschaffen.